05.09.2017

Die Freiwillige Feuerwehr – fast ein Leben lang

So wichtig die Freiwillige Feuerwehr für die Allgemeinheit ist, ist sie für die Feuerwehrleute bis zum Lebensende eine besondere Gemeinschaft. Man tritt ab dem Alter von mittlerweile acht Jahren in die Jugendwehr ein oder tritt über 16 direkt in die Aktive Wehr ein. Mit Erreichen der gesetzlichen Voraussetzungen wird man in die Alterswehr überführt. Jugendwehr und Alterswehr sind zwei wichtige Stützen des Feuerwehrwesens, obwohl vor allem die Alterswehr in der Presse wenig präsent ist. Es gibt kaum eine Gemeinschaft, in der 16-jährige mit 65- jährigen zusammen üben und auch bei Einsätzen Hand in Hand z.B. als Trupp arbeiten. Das schweißt zusammen und lässt Altersunterschiede verschmelzen. Mit den Alterswehrkameraden hat man viel gemeinsam erlebt und kann trotz der fortscheitenden Technik auf ihre Erfahrungen zurückgreifen.

Aber „Feuerwehr“ ist nicht nur eine Sache der Mitglieder, sondern Familiensache. Für das Gemeinwohl müssen bei Einsätzen die Partner/innen und Kinder sehr oft zurückstecken. Manch eine lange geplante Aktivität wurde Ofer eines Feuerwehreinsatzes. So manch ein/e Partner/in wartete vergeblich, ohne den Grund zu kennen. Oder sitzt man bangend zu Hause: Ist es ein gefährlicher Einsatz? Die Familien tragen einen großen Teil der Belastungen somit mit.

Deshalb werden die Familien verstärkt in das gesellschaftliche Feuerwehrleben integriert, ohne sie wäre auch manch eine Veranstaltung der Feuerwehr nicht möglich.

 

Grillfest der Alterswehrkameradschaft

Die Kameradschaft der Alterswehr unserer Gemeinde hat am 19.08. ihr traditionelles Grillfest veranstaltet. Die Alterswehrkameraden und ihre Partnerinnen (Frauen können bei uns noch nicht in der Alterswehr sein, da die aktive Feuerwehr bis vor ca. 30 Jahren bei uns eine reine Männersache war) trafen sich am frühen Nachmittag bei Kaffee und Kuchen. Man unterhielt sich angeregt. Die Männer sprachen auch über die aktuellen Entwicklungen bei unserer Feuerwehr und ließen auch ihre aktive Feuerwehrzeit Revue passieren. Zum Abschluss wurde noch gegrillt. Es ist ein Ereignis, das einen festen Bestandteil im Jahresablauf der Alterswehrkameradschaft bildet. Zum Veranstaltungsplan gehören auch Besichtigungen sowie Veranstaltungen in ihren einzelnen Löschbezirken. Dort sind sie auch als Helfer bei Festen usw. unverzichtbar.

Wehrführer Peter Dausend, lies es sich nicht nehmen, an der Veranstaltung teilzunehmen. In seinen kurzen Grußworten hob er die Wichtigkeit der Alterswehrkameradschaft  für die Feuerwehr unserer Gemeinde hervor. Er bedankte sich bei Ludwig (Luddi) Kühn, der der Kameradschaft vorsteht. Besonderer Dank gilt auch den Mitgliedern des Löschbezirkes Bliesransbach. Sie stellten die Räumlichkeiten und halfen bei der Durchführung der Veranstaltung.

Markus Dincher, Pressesprecher

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Besuch der Alterswehr in Frankreich

Besuch der Alterswehr in Frankreich

Am 24.06.2016 hat die Alterswehrkameradschaft der Freiwilligen Feuerwehr Kleinblittersdorf das Centre D‘Incendie et Secours (C.I.S.) der „sapeurs pompiers de Sarreguemines“ besucht. 12 Mitglieder der Alterswehr wurden von Wehrführer Peter Dausend begleitet, der bemüht ist, die Kontakte zu den Nachbarwehren in Frankreich wieder zu vertiefen. Diese sind, trotz Europäischer Union, Grenzöffnungen usw. in den letzten Jahren durch diverse Wechsel bei den Führungskräften leider immer mehr verloren gegangen.

Welchen Stellenwert dieser Besuch auch für unsere französischen Kameraden einnahm, ließ sich daran erkennen, dass Commandant Patrick Denisan, der Leiter der Feuerwehr Saargemünd, die Führung persönlich durchgeführt hat. Die Compagnie Sarreguemines ist bei Bedarf bis nach Bitche und Volmunster zuständig. Es handelt sich um eine Berufsfeuerwehr, die von Freiwilligen Kameraden Tag und Nacht unterstützt wird.

Bei dem Rundgang konnten die Gemeinsamkeiten und Abweichungen in der Ausrüstung begutachtet werden. Auch wurde sich über Unterschiede in der Alarmierung, Organisation usw. ausgetauscht.

Im Anschluss waren unsere Kameraden zu einem Umtrunk eingeladen, zu dem sich auch Kameraden der Saargmünder Alterswehr gesellten. Es war ein herzliches Wiedersehen nach einigen Jahren. Es wurde über viele gemeinsame Erlebnisse erzählt und alte Erinnerungen mit einem Lächeln geweckt.

Wir bedanken uns für die freundliche Aufnahme bei unseren französischen Kameraden und besonders bei Commandant Patrick Densian für die sehr interessante Führung.

Aktive Feuerwehrleute, die das gesetzliche Höchstalter von jetzt 65 Jahren (früher 60 Jahre) für die aktive Feuerwehr erreicht haben, werden, ebenso wie Wehrleute, die aus gesundheitlichen Gründen keinen Feuerwehrdienst mehr leisten können, in die Alterswehr übernommen. Sie dürfen zwar am Dienstbetrieb (Übungen, Einsätze) nicht mehr teilnehmen, leisten aber dennoch oft hilfreiche Dienste im Hintergrund und nehmen am gesellschaftlichen Leben der Feuerwehr aktiv teil. Auch bei Veranstaltungen der Feuerwehr leisten sie ihren Beitrag zum Gelingen. Die Alterswehr unserer Feuerwehr besteht derzeit aus 60 Feuerwehrleuten. Von diesen gehören 41 einer Kameradschaft an, die gemeinsame Aktivitäten, wie über die berichtete Besichtigung der Feuerwehr Saargemünd, durchführen. Bei vielen dieser Veranstaltungen nehmen auch die Ehefrauen bzw. Partnerinnen teil.

Frauen gibt es in der Alterswehr unserer Feuerwehr derzeit noch nicht, da die Öffnung der Feuerwehren für Frauen noch nicht lange genug her ist, als dass die damals jungen Frauen das Alter für den Eintritt in die Alterswehr erreicht haben könnten.

Die Kameradschaft wird auf Gemeindeebene von Ludwig (Luddi) Kühn geleitet, unterstützt von jeweils einem Alterswehrbeauftragten je Löschbezirk.

Markus Dincher
Pressesprecher